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Unternehmensstrategie: Das Resultat eines Plans oder eines Prozesses?

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Strategisches Planen ist unverzichtbar für jedes Unternehmen – doch wie formell und rational darf eine Strategie sein?

Strategisches Planen ist unverzichtbar für jedes Unternehmen – doch wie formell und rational darf eine Strategie sein?
Strategisches Planen ist unverzichtbar für jedes Unternehmen – doch wie formell und rational darf eine Strategie sein?

 

Wie viel Planung erfordert eine erfolgreiche Unternehmensstrategie?

Eine fundierte, gut durchdachte Management- und Marketingstrategie ist für den Erfolg eines Unternehmens unerlässlich, unabhängig von seiner Größe. Während es zahlreiche Perspektiven und Definitionen des Strategiebegriffs gibt, ist der allgemeine Konsens, dass man unter einer Strategie die langfristige Marschrichtung und den Handlungsspielraum eines Unternehmens versteht oder die Suche nach Wettbewerbsvorteilen auf dem kompetitiven globalen Markt. 

 

Die Unternehmensstrategie als Ergebnis erfolgreicher Planung

Es gibt unterschiedliche Denkschulen, die mitunter gegensätzliche Standpunkte vertreten in Bezug darauf, was eine Strategie beinhalten und leisten sollte. Eine bedeutende Rolle spielt die Planungsschule, die eine Strategie typischerweise als formellen Plan ansieht, der zuallererst eine detaillierte Analyse des Unternehmens sowie des Produktmarkts und der Rahmenbedingungen erfordert.

Das Planungsmodell von Strategie basiert auf einem rationalen Modell der Entscheidungsfindung. Die Grundannahme ist, dass Führungskräfte stets im Interesse der Organisation handeln: Dazu gehört das Zusammentragen und Aufbereiten von wichtigen Informationen sowie die bestmögliche Minderung von Risiken und Bedrohungen.

Angesichts der sich rasch wandelnden Marktanforderungen haben Kritiker dieser Denkschule infrage gestellt, ob das strategische Planen für das Erreichen der Marketingziele überhaupt von Vorteil ist. Haben Manager die Fähigkeit, geschweige denn die Zeit, um eine solche Vielzahl an Informationen zu verarbeiten? Und ist ein formeller Plan nicht zu starr und unflexibel, um den ständig wechselnden Marktbedingungen gerecht zu werden?

Aufgrund von kognitiven Voreingenommenheiten neigen Entscheidungsträger zudem häufig zu irrationalen Handlungen und schlechten Entscheidungen. Beim strategischen Planen geht es um den Umgang mit zukünftigen Ereignissen, manche Ereignisse sind jedoch schlicht nicht absehbar – kein Plan kann ausreichen, um für alle Eventualitäten der Zukunft gerüstet zu sein.

 

Analyse vs. Kreativität

Eine erheblicher Schwachpunkt des Planungsansatzes ist dessen Hauptaugenmerk auf den analytischen Aspekten der Strategieentwicklung: Dabei werden jegliche kreativen Aspekte vernachlässigt. Strategisches Denken beinhaltet jedoch sowohl analytische als auch kreative Elemente. Kreativität und Intuition spielen eine wichtige Rolle: Wenn das Hauptanliegen einer Organisation beispielsweise darin liegt, Neuerungen einzuführen, können vorgegebene Pläne nicht greifen. Eine Strategie entsteht vielmehr mit der Zeit und muss flexibel auf Änderungen reagieren, die den Produktmarkt eines Unternehmens betreffen.

 

Strategie als Prozess

In der Prozessschule wird der Entstehungsprozess einer Strategie nicht als einfache Vernunftübung angesehen, sondern beinhaltet Experimentieren, Erforschen, Instinkt und Lernprozesse. Aus der Auseinandersetzung mit Problemen und unvorhergesehenen Ereignissen resultiert ein großer Zuwachs an Erfahrungen für Führungskräfte und Manager. Laut Porter (1996) besteht eine gute Strategie im Kern daraus, anders zu handeln als die Konkurrenz, und zwar mithilfe von Kreativität und Marktkenntnis. Das Festhalten eines formellen Plans ist für Intuition und strategisches Denken allerdings eher von Nachteil.

Gewisse Schwierigkeiten sind auch mit der Vorstellung von Strategie als Prozess verbunden: Intuition basiert von Natur aus auf den Gefühlen und Emotionen der Entscheidungsträger, weshalb deren Entscheidungen mitunter schwer nachvollziehbar sind, insbesondere wenn sie allem Anschein nach gegen die Vernunft gehen.

Um es kurz zu sagen: Während der Planungsansatz die rationalen Aspekte der strategischen Planung überbewertet, werden diese beim Prozessansatz unterschätzt. Eine ideale Strategie versucht daher ein Gleichgewicht zwischen den Auffassungen der Planungs- und Prozessschulen zu schaffen, indem sowohl Lernprozesse als auch Planung miteinander kombiniert werden. Auf diese Weise rückt die langfristige Existenz eines Unternehmens sicherlich in erreichbare Nähe.

 
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