Skip navigation

Bookboon.com Download von kostenlosen eBooks für Studium und Beruf

Choose a category

Innovationsmanagement

Innovationsmanagement
4,9 (12 Bewertungen)
ISBN: 87-7681-103-4
1. Auflage
Seiten : 35
  • Preis: 75,50 kr
  • Preis: €8,99
  • Preis: £8,99
  • Preis: ₹150
  • Preis: $8,99
  • Preis: 75,50 kr
  • Preis: 75,50 kr

KOSTENLOS downloaden in 4 einfachen Schritten...

Um unsere Bücher herunterzuladen oder Videos anzusehen, benötigen Sie einen Browser, der JavaScript zulässt.
Nachdem Sie Ihre Email angegeben haben, schicken wir Ihnen eine Bestätigungsmail. Durch Klicken auf den dort angezeigten Link erhalten Sie unseren Newsletter. Wir geben Ihre Daten nicht an eine Dritte weiter.
eLib
Entdecken Sie das Lernpotenzial Ihrer Organisation
Demo anschauen

Unternehmens-eLibrary

Unsere Business Lösung für Weiterbildung

Das ist ein Premium eBook

Bookboon Premium - Erhalten Sie Zugang zu über 800 eBooks - ohne Werbeanzeigen

Erhalten Sie kostenlosen Zugang für einen Monat - und 800 andere Bücher mit dem Premium Abo. Sie können das Buch auch einzeln kaufen

  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann 39,99 kr p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann €5,99 p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann £4,99 p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann ₹299 p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann $3,99 p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann 39,99 kr p. M.
  • Kostenloses 30-Tage Probeabo. Dann 39,99 kr p. M.
eLib
Entdecken Sie das Lernpotenzial Ihrer Organisation
Hier klicken!

Unternehmens-eLibrary

Unsere Business Lösung für Weiterbildung

Über das Buch

  1. Beschreibung
  2. Einleitung
  3. Inhalt

Beschreibung

Zusammenfassung der theoretischen Hintergründe des Innovationsmanagements.

Einleitung

2. Innovation/ Technologie als Gegenstand der Innovationsforschung

Im Fokus des zweiten Kapitels wird das Phänomen „Innovation“ als Gegenstand der (internationalen) Innovationsforschung stehen.

Zunächst erfolgt auf terminologischer Grundlagen eine Beschreibung, Erklärung, Analyse und Definition der Begriffe „Technologischer Fortschritt“, „Invention“, „Innovation“, „Diffusion“ sowie „Forschung und Entwicklung“.

Anschließend werden fundamentale Ziele und typische Ausgangssituationen für Innovationen und innovierende Unternehmen vorgestellt.

Innovationsarten und – typen stehen im Mittelpunkt des letzten Unterpunktes, in welchem ebenfalls die Produkt-, Prozessinnovation sowie der Innovationsprozess an sich erläutert werden.

2.1 Terminologische Grundlagen

2.1.1 Technologischer Fortschritt

Der Begriff „Fortschritt“ wird heutzutage als eine Entwicklung im Sinne von Veränderungen in Produktion, Gesellschaft und Geschichte betrachtet. Er kann nach Blohm als „Annäherung an technische Ziele“ (Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 10) definiert werden und läßt sich in wissenschaftliche, technische, wirtschaftliche sowie soziale Aspekte segmentieren.

Technologie wird von Bullinger als die „Wissenschaft von der Technik“ oder „Wissenschaft von den technologischen Produktionsprozessen“ (Bullinger, 1994, S. 32) verstanden, d.h. auch er bezieht deren Entstehung und Anwendung mit ein, da sich ein technisches Artefakt nicht allein beurteilen lässt. Nach Schmalenbach ist Technologie die Lehre von Techniken und umfaßt Verfahrensregeln sowie Anleitungen mit ein (Brockhoff, 1999, S.27).

Der Begriff technologischer Fortschritt beinhaltet i.w.S. die Art und Weise der Realisierung spezieller Prozesse und das entsprechend komplexe naturwissenschaftlich- technische Wissen.

Technik hingegen wird als die konkrete Anwendung von Technologien, bspw. in Form von Produkten oder Prozessen, interpretiert. Technologien können grundsätzlich eine oder mehrere Techniken in ihrer Entstehung und Verwendung enthalten.

2.1.2 Invention, Innovation, Diffusion

Die Abgrenzung der Begrifflichkeiten Invention und Innovation ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis nicht eindeutig.

Pfeiffer betrachtet Invention als die „Erfindung bzw. Entdeckung neuer Problemlösungspotenziale“ (vgl. Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 11).

Charakteristische Merkmale der Invention können wie folgt differenziert werden:

• Ergebnis von Forschung und Entwicklung,

• objektive Neuheit ( z.B. nach dem Patentgesetz)

• voraussichtliche Nützlichkeit,

• „… gedankliche Vorwegnahme einer möglichen autonomem und/oder bedarfsorientierten Problemlösung“ (nach Pfeiffer: vgl. Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 11) bzw.

• „erstmalige technische Realisierung einer neuer Problemlösung“ (Gedanken der Entstehung und Anwendung kommen hier zum Tragen) (Pleschak,Sabisch, 1996, S.6).

Innovation kann als das „faktische Handeln, mit dem die das Neue repräsentierende Idee realisiert … wird“ (Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 11) verstanden werden. Nach Pleschak/ Sabisch stellt sie die „erstmalige wirtschaftliche Anwendung einer neuen Problemlösung dar“ (Pleschak, Sabisch 1996, S. 10).

Innovation i.w.S. bezeichnet nach Fischer (vgl. Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 11) einen übergeordneten Prozeß, welcher auf die Einführung und den Wandel des neuen Produktes ausgerichtet ist. Wie in der nachfolgenden Abbildung 1 ersichtlich wird, kann Innovation i.w.S. alle Schritte von der F&E bis hin zur Imitation umfassen.

Deutlicher ist die Differenzierung zwischen Innovation und Diffusion. Die Diffusion setzt nach Mansfield (vgl. Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 12) zeitlich nach der ersten Markteinführung ein. Sie kann also als Ausbreitung der Innovation am Markt – als Diffusion - charakterisiert werden.

Die Akzeptanz der neuen Problemlösung durch den Anwender führt zur Adoption; zur Annahme der Innovation durch weitere Nutzer, auf dessen Basis die Diffusion erfolgt.

Unter dem Begriff Imitation wird die wiederholte Anwendung der eigentlichen Innovation in anderen Unternehmen, also die Nachahmung, verstanden.

Die Diffusion von Neuerungen beruht jedoch auf individuellen, sozialen, kulturellen und situativen Entscheidungen, die sich häufig an Merkmalen des innovativen Produkts orientieren und nicht an hoch verdichteten Größen des technischen Fortschritts oder der Produktivität. Solche Eigenschaften der innovativen Produkte sind zu sehen in:

(1) der relativen Vorteilhaftigkeit der Innovation,

(2) der Vereinbarkeit der Innovation mit den vorhandenen Produktionsbedingungen,

(3) der Komplexität der Innovation,

(4) der Erprobbarkeit der Innovation,

(5) der Beobachtbarkeit des Erfolgs der Innovation und

(6) den Ausreifungsgrad der Innovation.

Anders ausgedrückt, eine Innovation muss kinderleicht zu verstehen und anzuwenden sein, wenn sie einen „unendlichen“ Markt erobern will. MP 3 ist ein derartiges Produkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Joggen, U-Bahn fahren etc. Die Technologie zur komprimierten Speicherung von Musikaufnahmen wurde am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen entwickelt.

2.1.3 Forschung und Entwicklung

Technische Innovationen und die ihnen zugrundeliegenden Inventionen sind das Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Nach Zündorf/Grunt wird F&E als „systematische, schöpferische Arbeit zur Erweiterung wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse und deren Verwendung mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden“ (vgl. Schmeisser, Kantner, Geburting, Schindler, 2006, S. 12) gekennzeichnet.

F&E beinhaltet mehrere spezifische Prozesse zur Gewinnung neuer Erkenntnisse sowie zum Erzeugen neuer technischer Problemlösungen.

In der Regel erfolgt eine Differenzierung von F&E in drei Kategorien:

• Basis- bzw. Grundlagenforschung,

• Angewandte Forschung und

• (Experimentelle) Entwicklung.

Die Basis- bzw. Grundlagenforschung umfaßt sämtliche Forschungsarbeiten zur Gewinnung neuer Erkenntnisse, ohne mehrheitlich an dem Ziel der praktischen Anwendbarkeit orientiert zu sein.

Angewandte Forschung ist auch auf die Erzeugung neuer Erkenntnisse fokussiert. Sie richtet sich jedoch überwiegend an eine spezifische praktische Zielsetzung oder Anwendung.

Die OECD definiert die experimentelle Entwicklung als „…die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse, um zu neuen oder wesentlich verbesserten Materialien, Geräten, Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen zu gelangen.“ (vgl. Pleschak, Sabisch 1996, S. 6).

F&E ist oft auf einen abgegrenzten Unternehmensbereich bezogen, während es sich bei der Innovation meist um eine Querschnittsaufgabe, in die mehr oder weniger alle Unternehmensbereiche einbezogen sind, handelt.

2.2 Innovationsziele

Innovationsziele ergeben sich in direkter Weise aus den jeweiligen Unternehmenszielen und den Anforderungen des gesellschaftlichen und ökonomischen Umfeldes.

Grundsätzlich steht für jedes innovierende Unternehmen das Erzielen von Wettbewerbsvorteilen gegenüber den Konkurrenten im Fokus der Bemühungen (vgl. Erfolgsfaktoren nach dem Porter Ansatz).

Es kann einerseits zwischen internen und externen Zielen und andererseits zwischen wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlich-kulturellen Zielen unterschieden werden. Die Abbildung 3 verdeutlicht dies noch einmal.

Die wirtschaftlichen Ziele beziehen sich im Kern auf die Ergebnisse der Produktion (Kundennutzen, Qualität), dem Aufwand (Kosten) und die Zeit (Zeitdauer, Zeitpunkt)

sowie die zwischen ihnen bestehenden Relationen.

Qualitätsverbesserung

Innovationen sollen stets zu einer Verbesserung der Produktqualität und somit zu einer Erhöhung des Kundennutzens beitragen. Dieses Ziel kann in erster Linie durch Produktinnovationen realisiert werden. Ausgehend von den Erfordernissen der Kunden, der Öffentlichkeit und der Hersteller wird Qualität zunehmend als Ganzes (Kultur, Politik, Mitarbeiterführung) auf die Unternehmensprozesse und dessen Leistungen bezogen. Die Entwicklung und Sicherung eines leistungsfähigen Qualitätsmanagements steht genau aus diesem Grund zunehmend im Mittelpunkt moderner Unternehmensführung.

Kostensenkung

Ein weiteres wirtschaftliches Ziel von Innovationen besteht darin, die Kosten der Produkte und Prozesse zu reduzieren. Dies kann sowohl durch Produkt- als auch durch Prozessinnovationen realisiert werden. Die Nutzung moderner Schlüsseltechnologien führt zu Kostensenkungen, bspw. in Form von Verringerungen der Lohnkosten und Verminderungen der Materialkosten (Wertanalyse, Wertgestaltung, etc.).

Mit Hilfe des Target Costing können schon zu Beginn einer Innovation marktorientierte

Zielkosten für die Entwicklung neuer Produkte festgelegt werden. Durch dieses komplexe Planungs- und Steuerungsinstrumentarium des Kostenmanagements werden ausgehend von den am Markt geforderten Preisen, die daraus notwendigen Kosten für Produkte und Prozesse abgeleitet. Die Notwendigkeit ergibt sich daraus, dass in Frühstadien der Entwicklung die größten Möglichkeiten der Kostenbeeinflussung liegen. Weiterentwicklungen sind Prozesskostenrechnungen, wertschöpfungsorientierte Rechnungen und besonders die Innovationsprozesskettenorientierten Rechnungen.

Zeitverkürzung

Zeitliche Ziele von Innovationen spiegeln sich im Zeitpunkt des Markteintritts und der Dauer des Innovationsprozesses wieder.

Werden Innovationen frühzeitig auf den Markt eingeführt, können in aller Regel enorme Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten allein durch die zeitliche Monopolwirkung erzielt werden. Kürzere Innovationszeiten führen nach Schmelzer “ (Pleschak, Sabisch 1996, S. 11) zu den nachfolgenden Wettbewerbsvorteilen:

• frühzeitiger Markteintritt mit höherem Umsatz und potentiellen Pioniervorteilen,

• kürzere Ressourcenbindungen und

• frühere Verfügbarkeit des F&E Potentials für neue Aufgaben.

Durch die zunehmend beschleunigte technologische Entwicklung ist die Innovationsdauer an sich, zu einem äußert relevanten Einflußfaktor auf den Unternehmenserfolg geworden.

Erhöhung der Flexibilität

Auch die Erhöhung der Flexibilität hat in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erfahren. Ursachen liegen auch hier in den ständigen Technologieveränderungen, den Kundenanforderungen sowie die Marktveränderungen.

Flexibilität kann als Fähigkeit eines Systems zur Anpassung an Umweltveränderungen interpretiert werden.

Stärkung der Kompetenz & des Know-Hows

Beide Aspekte sind als elementare Voraussetzungen für den erforderlichen Vertrauensgewinn bei den Kunden sowie für die permanente Fortsetzung der Innovationsprozesse zu betrachten. Dies findet im Unternehmens – und Produktimage seinen Niederschlag.

Soziale, kulturelle und gesellschaftliche Ziele

Jegliche Art von Innovationen können grundsätzlich in direkter oder indirekter Folge mit sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Zielen verknüpft werden.

Diese Wirkungen sind einerseits direkte Konsequenz technischer Innovationen, andererseits Gegenstand spezieller organisatorischer und sozialer Innovationen.

Beispiele für soziale und gesellschaftliche Ziele sind in der Humanisierung der Arbeitsgestaltung oder Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu finden.

2.3 Ausgangssituationen für Innovation

Die speziellen Ausgangssituationen jedes einzelnen Unternehmens bewirken die konkreten Ziele der Innovation, welche die notwendige Änderung erforderlich machen.

In der folgenden Auflistung spiegeln sich typische Ausgangssituationen für Innovationen wieder:

• Erneuerung des Leistungsangebotes,

• Erweiterung des bestehenden Leistungsangebotes,

• Verschärfung der Wettbewerbssituation am Markt,

• Schließen strategischer Lücken in der Umsatzentwicklung,

• Abwendung oder Überwindung von Krisensituationen,

• Gründung technologieorientierter Unternehmen und

• Verwertung neuer technischer Problemlösungen.

2.4 Innovationsarten/ -typen

2.4.1 Überblick

Die Abbildung 4 gibt eine Übersicht bezüglich der Differenzierungsvarianten von Innovationsarten.

Differenzierung nach dem Gegenstandsbereich

1. Produktinnovation (vgl. 2.4.2)

2. Prozessinnovation (vgl. 2.4.3)

3. Organisatorische Innovation

Diese beinhalten die Neugestaltung bzw. Verbesserung der Ablauf- und

Aufbauorganisation des betreffenden Systems. Sie stehen oft in einem

Zusammenhang mit Prozess- oder Produktinnovationen.

Bsp.: Verringerung der Hierarchieebenen, Einführung neuer Führungskonzepte,

Lean-Management, Kanban-System, Just-in-Time-Konzepte, Total Quality-

Management, Gruppen-Vorschlagswesen, etc.

4. Soziale Innovation

Soziale Innovation bezieht sich auf Veränderungen im Humanbereich eines

Unternehmens und dient direkt der Erfüllung sozialer Ziele. Ihre Realisierung ist eng mit der Entwicklung der Unternehmenskultur verknüpft.

Bsp.: Verstärkung der Teamarbeit, Selbststeuerung und -kontrolle der Mitarbeiter, Organisatorisches Lernen

Differenzierung nach dem Auslöser

1. Pull- Innovationen (zweckinduzierte Innovation)

Pull- Innovationen (bedarfsinduzierte Innovation) werden durch die Nachfrage

oder die Bedürfnisse der Kunden hervorgerufen und machen den größten An

teil von Neuerungen in Industrieunternehmen aus. Charakteristisch für zweck-

induzierten Innovationen ist ihre relativ hohe Erfolgswahrscheinlichkeit, da ihre

Nachfrage nicht erst geweckt werden muß.

2. Push- Innovationen (mittelinduzierte Innovation, autonome Innovationen)

Push- Innovationen weisen häufig einen hohen Neuigkeitsgrad auf. Sie gehen von der Entwicklung neuer Technologien, Organisationsformen etc. aus, für welche jedoch erst neue Anwendungsfelder erschlossen werden müssen. Des halb ist ihre Erfolgswahrscheinlichkeit geringer als die von Pull- Innovationen.

3. Kombination oder Kombinationen aus bedarfs- und autonomem Induktionen bzw. Innovationen nach Pfeiffers Theorie des technologischen Fortschritts ( vgl. Schmeisser, Kantner, Geburtig, Schindler , 2006, S. 40 ff.)

Differenzierung nach dem Neuigkeitsgrad

1. Basisinnovation

Charakteristisch für Basisinnovationen ist die Anwendung von Schrittmacher – und Schlüsseltechnologien (z.B. Mikroelektronik) oder neuer Organisations- prinzipien. Sie führen zu neuen Wirkprinzipien und damit zu neuartigen

Produktgenerationen, Produkten oder Verfahren.

2. Verbesserungsinnovation

Hier steht die Verbesserung einzelner oder auch mehrerer Qualitätsparameter im Fokus der Betrachtungen.

3. Anpassungsinnovation

Diese Art der Innovation beinhaltet die Anpassung bereits vorhandener

Lösungen an spezifische Kundenbedürfnisse bzw. Kundenbedingungen.

4. Imitation

Jede Imitation zeichnet sich durch die Nachentwicklung bereits in anderen

Systemen vorhandener Lösungen aus.

5. Scheininnovation

Scheininnovationen sind Pseudoverbesserungen, ohne wirklichen Nutzen für den Kunden.

Differenzierung nach dem Veränderungsumfang

1. Inkrementalinnovation

Inkrementalinnovationen vollziehen sich in bestehenden Märkten mit bekannten Anwendungsfeldern, bei denen i.d.R. keine völlig neuen Technologien zur Ver

Wendung/ Anwendung kommen. Ihre Neuartigkeit liegt v.a. in der wesentlich

besseren Ziel- Mittel- Relation.

2. Radikalinnovation

Radikalinnovationen verfügen über einen hohen Neuigkeitsgrad und zeichnen

sich durch umfassende Veränderungen im Unternehmen aus. Meist sind sie

mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko verbunden.

2.4.2 Produktinnovation

Produktinnovationen gelten als das häufigste Innovationsmedium in Unternehmen. Sie stehen in direktem Zusammenhang zwischen der Befriedigung der Kundenbedürfnisse und der eigenen Wettbewerbsfähigkeit.

„Produkte sind vom Unternehmen am Markt angebotene Leistungen, die durch ihre spezifischen Funktionen und Eigenschaften geeignet sind, konkrete Bedürfnisse von Kunden nutzbringend zu befriedigen“ (nach Sabisch: Pleschak, Sabisch 1996, S. 15).

Nach der Art des Kundennutzens unterscheidet man zwischen dem

• Produktkern (Grundfunktion und ihnen entsprechende Leistungsmerkmale),

• dem Produktäußeren (wahrnehmbare äußere Form) und

• den jeweiligen Zusatzleistungen, die über die Grundfunktion hinausgehen.

Wichtigstes Element der Produktpolitik eines Unternehmens sind Produktinnovationen. Als Mittel jeder Produktpolitik können die Gestaltung und Elimination von Produkten betrachtet werden. Die Abbildung 6 veranschaulicht dies:

Die höchste Stufe von Innovationen wird durch die Schaffung gänzlich neuer Produkte erreicht.

Grundlegende Veränderungen bereits vorhandener Produkte werden durch eine entsprechende Differenzierung, Variation oder aber Vereinheitlichung erzielt. Von Produktdifferenzierung spricht man, wenn eine oder mehrere Merkmale verändert werden und zugleich eine bessere Funktionserfüllung erzielt wird.

Charakteristisch für Variationen ist die in der Regel geringfügige Modifikation von bestehenden Produkten durch kleinere Änderungen einzelner Parameter. Vereinheitlichung bedeutet das Gegenteil von Differenzierung und Variation, nämlich eine Standardisierung von Produkten.

Ziele der Verpackungsgestaltung liegen in der Erfüllung von Lagerungs- und Transportfunktionen sowie der Sicherung bzw. Erhöhung der Marktwirksamkeit der jeweiligen Produkte.

Eine wichtige Marketingaufgabe der Produktpolitik ist die Markengestaltung. Sie fokussiert den Aufbau von Markennamen als Synonym für hohe Produktqualität, Zuverlässigkeit, Innovationsfähigkeit, Kundennutzen und weitere Imagefaktoren.

Die Produkteliminierung beinhaltet die Streichung eines Produkte oder mehrerer Produkte aus dem jeweiligen Leistungsprogramm des Unternehmens, bspw. durch technologische Veralterung.

2.4.3 Prozessinnovation

Änderungen oder Neugestaltungen der im Unternehmen für die Leistungserstellung erforderlichen materiellen und informellen Prozesse sind Gegenstand der Prozessinnovation.

Prozesse sind nach Gaitanides Abfolgen von Aktivitäten, die in ihrer logischen Ver- knüpfung der Produktions- und Leistungserstellung dienen (vgl. Pleschak, Sabisch 1996, S. 20).

Prozessinnovationen bewirken nach Thom eine Veränderung der Faktorkombinationen des Unternehmens und führen zu Kostensenkungen, Produktivitätserhöhungen und Qualitätsverbesserungen bei den Produkten (vgl. Pleschak, Sabisch 1996, S. 15).

In der Praxis wird diese Art der Innovation gegenüber der Produktinnovation oftmals vernachlässigt, woraus nicht selten eine Wettbewerbsschwäche de Unternehmens am Markt resultiert, da die wertschöpfungsorientierte Betrachtung und die Innovationsprozesskettenbetrachtung vernachlässigt wurde.

2.4.4 Innovation als Prozess/ Der Innovationsprozess

Jede Art von Innovation entsteht grundsätzlich in einem Prozess, welcher mehr oder weniger umfangreich ist. Dieser reicht von der Ideenfindung, zum Teil auch schon von der Problemerkenntnis, über die Forschung und Entwicklung bis hin zur praktischen Nutzung.

In der Literatur und Forschung lassen sich zum Teil sehr unterschiedliche Konzepte hinsichtlich einer potentiellen Untergliederung des Innovationsprozesses aufzeigen.

In der Abbildung 7 wird der Prozesscharakter der Innovation in Anlehnung an Schmeisser, Kantner, Geburting, und Schindler “ (2006, S. 20, vgl. aber auch Schmeisser 1997, S.82 ff.) ersichtlich.

Die Differenzierung des Prozesses zeigt auf jeden Fall, welche charakteristischen Aufgaben in den jeweiligen Phasen und Stufen zu realisieren sind, welche Methoden und Arbeitstechniken anwendbar sind und welche Rahmenbedingungen für einen optimalen Ablauf des Prozesses unabdingbar sind.

Egal welches Phasenmodell betrachtet wird, typisch ist, daß zwischen den einzelnen Phasen und Stufen vielfältige Rückkopplungen und Überschneidungen bestehen.

Unabhängig davon, wie feingliedrig die Phasendifferenzierung von einzelnen Autoren und Wissenschaftlern auch durchgeführt wurde, typisch für den Innovationsprozess ist die Unterscheidung von Inventions- und Innovationsphase, d.h. von der Ideengenerierung und – realisation, so dass mit der Markteinführung und Diffusion der Prozess an sich abgeschlossen ist.

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Innovation/ Technologie als Gegenstand der Innovationsforschung
    1. Terminologische Grundlagen
    2. Innovationsziele
    3. Ausgangssituationen für Innovation
    4. Innovationsarten/ -typen
  3. Innovation/ Technologie als praxisorientierter Gegenstand
    1. BASF- The Chemical Company
    2. Exkurs – Der Innovationsstandort Deutschland
    3. „kompetenznetze.de“
  4. Literaturverzeichnis
  5. Verzeichnis der Abbildungen, Tabellen und Diagramm
This website uses cookies to improve user experience. By using our website you consent to all cookies in accordance with EU regulation.