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Das Feedback – der Königsweg der Mitarbeitergespräche

Das Feedback ist eine der wirksamsten und einfachsten Kommunikationstechniken, mit der man mit wenig viel bewirken kann – auch und vor allem bei Mitarbeitergesprächen. Was es zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Nur schon die zahlreichen Aspekte des Nutzens und der vielen positiven Wirkungen und Erreichung von wichtigen Kommunikationszielen von Feedbacks zeigt, wie wertvoll und hilfreich dieses Instrument ist. Feedback hat zahlreiche wichtige Vorteile: Es klärt Aufgabenziele und deckt Missverständnisse auf, steuert Verhalten, verbessert Beziehungen, fördert Verständnis, beschleunigt persönliche Lernprozesse, trägt zur Selbsteinschätzung bei und hebt die Motivation.

 

Feedback muss deutlich und unmissverständlich sein

Feedback wie „diese Aufgaben können Sie zurzeit noch nicht erfüllen“ oder „das könnte was sein, sprechen Sie mich nochmals darauf an“ lassen Mitarbeiter im Ungewissen und verunsichern mehr als sie helfen. Feedbacks müssen stets eine klare Aussage haben und die erkennbar und konkret sein. Wenig wirkungsvoll ist auch eine Mischung von Kritik, Schelte und Komplimenten, die stark verwirren oder gar joviale Plattitüden, die Mitarbeiter schnell erkennen und die dann mehr Schaden anrichten und kontraproduktiv sind.

 

Gesprächstechnik für die Gesprächsführung

Nebst einer guten Fragestellung ist das Feedback-Geben auch ein zentral wichtiges Mittel. Setzen sie dieses Mittel immer wieder in Gesprächen, nach Beobachtungen, bei Zusammenfassungen und weiteren Gelegenheiten ein. Holen sie sich immer auch dann Feedback vom Gesprächspartner ein, um sicherzustellen, ob sie ihn richtig verstanden haben, er dies ebenfalls so beurteilt und für ihn Wichtiges nicht fehlt. Feedback hat zum Ziel, dass sich die Beteiligten ihrer Verhaltensweise bewusst werden, einschätzen lernen, wie ihr Verhalten und ihre Aussagen auf andere wirkt und sehen, was sie bei anderen auslösen. Feedback erfüllt den Zweck nur dann, wenn es hilfreich ist und der Klarheit und dem gegenseitigen Verstehen dient.

Feedback kann auch nonverbal, mit Kopfnicken, Zuhören, Lächeln, oder Ermutigung erfolgen oder verbale Feedbacks auf diese Weise verstärken und unterstreichen. Hier eine Auswahl typischer Feedback-Fragen, die sich in der Praxis bewährt haben:

1. Habe ich Sie richtig verstanden, dass in diesem Fall…
2. Sie wirken jetzt sehr enttäuscht und entmutigt auf mich…
3. Das überzeugt mich – wie haben Sie das erlebt…?
4. Wie wirkte das auf Sie, was ich ihnen jetzt sagte…?
5. Ich habe den Eindruck, dass Sie dies sehr verunsichert hat…
6. Was löst diese Meinung bei Ihnen aus…?
7. Damit zeigen Sie mir, dass Sie dieser Aufgabe gut gewachsen sind…
8. Was Sie sagen, beweist mir, dass Sie…
9. Mit diesem Vorschlag zeigen Sie mir, dass…
10. Sie wirkten bei diesem Meeting sehr selbstsicher…
11. Ich habe dies auch beobachtet, nämlich als Sie…
12. Was meinen Sie, könnte man dies nicht auch so sehen, dass…
13. Sie haben mir mit dieser Aussage gerade klargemacht, dass…
14. Aus dem was Sie mir gesagt haben, höre ich heraus, dass…
15. Ihre Erklärung verstehe ich sehr gut, sie wirkt auf mich…
16. Mit dieser Sichtweise zeigen Sie mir sehr deutlich, dass…
17. Was würde geschehen, wenn Sie dies dennoch tun würden?
18. Was hält Sie davon ab, es zumindest einmal zu versuchen?
19. Dieser Standpunkt hilft mir sehr, Ihre Sicht besser zu verstehen…
20. Diese Optionen zeigen mir, dass Sie das sehr objektiv sehen…

 

Guidelines für erfolgreiche Mitarbeitergespräche von Marco De Micheli können Sie hier lesen.

Marco De Micheli

Marco De Micheli ist Autor und Verlagsleiter des PRAXIUM-Verlags, der sich auf Praxisbezug und Umsetzbarkeit von Fachinformationen für die Mitarbeiterführung und das Personalwesen fokussiert. Er wurde in zahlreichen HR- und Führungspositionen mit HR-Projekten konfrontiert und verfügt über eine reichhaltige Praxiserfahrung auf dem Fachgebiet der Mitarbeiterführung.

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