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Gute Entscheidungen treffen: 6 hilfreiche Leitfragen

Jeder muss in seinem Berufsleben immer wieder Entscheidungen treffen. Einige davon sind trivial, andere haben dagegen nachhaltige Folgen. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Entscheidungen die richtigen sind? 

 
Leider können Sie erst dann ganz sicher sein, dass Sie richtig entschieden haben, wenn es schon zu spät ist und Sie die Auswirkungen Ihrer Entscheidung beobachten können. Das bedeutet jedoch nicht im Umkehrschluss, dass gute Entscheidungen reine Zufallsprodukte sind. Schauen wir uns einmal an, wie man die Fähigkeit des Entscheidens trainieren kann.

 

Entscheidungen treffen: Es gibt sie in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen

Je nachdem, wer die Entscheidung trifft, worum es konkret geht, und wer bzw. was von der Entscheidung betroffen ist, lassen sich unterschiedliche Entscheidungstypen identifizieren:

  • Organisatorisch:
    Diese Entscheidungen drehen sich um praktische Angelegenheiten, also um Fragen der Umsetzung und spezifische Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
  • Strategisch:
    Wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier um das große Ganze: Langfristige Entwicklungen, die Zukunft Ihres Produkt- oder Dienstleistungsportfolios usw.
  • Automatisiert:
    Dies bezieht sich auf Entscheidungen, die Sie nur beim ersten Vorfall treffen und die dann bei allen vergleichbaren Vorfällen angewandt werden. Regeln und Vorschriften gehören zu dieser Kategorie.
  • Manuell:
    Dies ist das Gegenstück zur automatisierten Entscheidung: Manuelle Entscheidungen sind immer dann notwendig, wenn Probleme und Fragestellungen sehr spezifisch und kontextabhängig sind und daher nicht von vordefinierten Regeln abgedeckt werden können.
  • Subjektiv:
    Manchmal werden Sie vor einer Entscheidung stehen, die Sie als Person direkt betrifft. Dies kann natürlich einen sehr großen Einfluss auf Ihr Urteilsvermögen haben.
  • Unabhängig oder abhängig:
    Diese Differenzierung soll verdeutlichen, dass Sie einige Entscheidungen alleine und ohne Absprache treffen können, andere dagegen nur gemeinsam mit anderen, manchmal sogar einstimmig.

 

Diese Charakteristiken treffen meist nicht alleine, sondern als Verbund zu:

Wenn Sie etwas entscheiden, kann dies sowohl unabhängig als auch automatisiert und organisatorisch sein. Warum ist es wichtig, die verschiedenen Entscheidungstypen zu kennen? Weil sie mögliche Einflussfaktoren darstellen, denen Sie sich bewusst sein sollten, um eine ausgewogene Entscheidung treffen zu können.

 

6 Leitfragen, um gute Entscheidungen zu treffen

Einen Königsweg zur perfekten Entscheidung in jeder Situation gibt es leider nicht. Es gibt aber einige Schlüsselfragen, die Ihnen als Leitschnur für eine gründlich durchdachte und gut abgewogene Entscheidung dienen können:

  1. Worum geht’s im Kern?
    Wenn Sie von einem Problem erfahren, haben Sie zunächst nicht alle Informationen zu der betreffenden Situation – und können deshalb nicht wissen, ob Sie wirklich das Problem kennen oder nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Ihre erste Aufgabe ist es also herauszufinden, wo das wirkliche Problem liegt.
  2. Wie wichtig und wie dringend ist das Thema?
    Wenn Sie den Ursprung der Problematik ergründet haben, sollten Sie prüfen, ob es sich um einen gravierenden Vorfall handelt und wie dringend dessen Lösung ist. Auf dieser Grundlage können Sie das Thema dann priorisieren.
  3. Wie sieht Ihr Wunschergebnis aus?
    Egal, wie offensichtlich Ihnen die Antwort auf diese Frage erscheinen mag: Versuchen Sie, detailliert zu beschreiben, was Sie nach Abschluss der Bearbeitung dieses Themas erreicht haben möchten. Nur dann werden Sie hinterher zuverlässig prüfen können, ob Sie erfolgreich waren und die richtige Entscheidung getroffen haben.
  4. Welche anderen Lösungen wären akzeptabel?
    Nicht immer ist das Wunschergebnis umsetzbar: Aufgrund äußerer Umstände – zu wenig Zeit, keine Ressourcen, ungenügende Unterstützung – müssen Sie Kompromisse eingehen. Überlegen Sie bereits im Vorwege, welche Aspekte Ihnen besonders wichtig sind und daher bei der Umsetzung Vorrang haben sollten.
  5. Haben Sie die Fakten auf Ihrer Seite?
    Sie haben nun alle Alternativen geprüft und einen Lösungsansatz gewählt, der sowohl realistisch als auch zielführend ist – das nehmen Sie zumindest an. Versuchen Sie nun, diese Annahme zu verifizieren, indem Sie andere dazu befragen und relevante Daten auswerten.
  6. Wie lautet Ihr endgültiger Entschluss?
    Wenn Sie alle vorigen Fragen gründlich beantwortet haben, sind Sie bereit, eine gute Entscheidung zu treffen. Diese müssen Sie dann an alle kommunizieren, die dies betrifft und dann sicherstellen, dass die entsprechenden Schritte durchgeführt werden.

 

Nun fragen Sie vielleicht:

Was ist mit dem siebten Sinn, dem Bauchgefühl – oder mit Situationen, in denen schlichtweg die Zeit für einen solch intensiven Prozess fehlt? Nun ja, es mag wohl Momente geben, in denen es unmöglich ist, alle Aspekte auf den Prüfstand zu stellen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Diese Situationen sollten jedoch Ausnahmefälle sein: Meistens ist es besser, eine Entscheidung zu vertagen, bis Sie diese mit gutem Gewissen fällen können anstatt einfach nur irgendetwas zu entscheiden, um das Thema vom Tisch zu haben.

 

Lesen Sie auch Teil 1 und 2 dieser Blog-Serie:

 

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Christine Funk

Marketing & Social Media Manager

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