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NLP: Nutzen Sie die Walt-Disney-Strategie für mehr Kreativität!

Kennen Sie Walt Disney? Manche werden sagen, „ja natürlich“, manche antworten jetzt vielleicht etwas differenzierter, dass sie den Menschen Walt Disney nicht kennen, aber sein Werk, das er allen Menschen hinterlassen hat. Wem sind nicht Micky Maus und die vielen anderen Disney-Figuren in der Kindheit begegnet? Auch die Themenparks des Filmemachers und Zeichentrick-Pioniers erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit: Das Disneyland Paris feiert 2017 sein 25-jähriges Jubiläum und ist noch immer ein Magnet für Träumer. 

 
Wie hat Walt Disney es geschafft, ein solch mächtiges Erbe zu hinterlassen? Welche Fähigkeiten und welche Motivation hatte er? Diese Fragen hat sich Robert Dilts gestellt und das Genie Walt Disney modelliert. Aus dem Walt-Disney-Modell ist das NLP-Format einer Kreativitätsstrategie entstanden. Sie kann sowohl für Gruppenprozesse als auch allein genutzt werden.

Wenn Sie sich gerade fragen, was NLP genau bedeutet, haben wir den richtigen Artikel für Sie: NLP: der Erfolgsfaktor für Beruf und Privatleben.

 

Erlauben Sie sich zu träumen!

Viele Menschen erlauben sich nicht, ohne sofortige Zensur zu träumen und berauben sich dabei vieler kreativer Ideen. Um sich die uneingeschränkte Imagination zu ermöglichen, hatte Disney einen Raum eingerichtet, in dem nur das Träumen erlaubt war. Jeder kritische Gedanke wurde hier verbannt, dafür gab es andere Räume und Zeiten.

Im Storyboard-Raum wurde dann mit Ingenieurskunst an der Durchführung gefeilt. Diesen Prozess bezeichnete Disney als Imagineering. Das Storyboard, also die sequenzielle Darstellung wichtiger Filmpassagen vorab, ist heute gang und gäbe in der Filmindustrie. An anderen Tagen kam Disney mit einem besonders kritischen Blick ins Büro und hinterfragte alle Lösungsvorschläge, was ihm die Bezeichnung „Spielverderber“ einbrachte.

Robert Dilts hat aus Berichten und Büchern über Walt Disney dieses Verhaltensmuster entdeckt und durch Modelling die Walt-Disney-Strategie herausgearbeitet. Hier machen wir uns diese Dreiteilung zunutze und isolieren den Träumer vom Kritiker, der oft die innovativsten Ideen als utopisch bewertet, bevor der Realist die Chance hatte, einen Lösungsweg vorzuschlagen. Die Trennung von Träumer und Realisten hilft dabei, zunächst eine Vielzahl von Ideen zu entwickeln, bevor man sich in den Details der Umsetzung verliert. In allen drei Positionen findet nun eine Art Brainstorming statt.

 

Und so funktioniert es:

 

Übung: Imagineering

1) Verorten Sie die drei Positionen des Träumers, Kritikers und Realisten am besten an unterschiedlichen Stellen im Raum. Stehen Sie z. B. aufrecht und schauen Sie nach oben, um sich in den zukunftsliebenden Träumer hineinzuversetzen. Gehen Sie mit Ihrer Frage oder Ihrem Anliegen in den Kreativitätsprozess und stellen Sie sich die Zukunft als Landschaft vor. Fokussieren Sie dabei den Fluchtpunkt. Sammeln Sie alle Antworten und Lösungsmöglichkeiten beispielweise durch eine Tonaufzeichnung.

2) Setzen Sie sich danach an einen Tisch und blicken geradeaus, um den gegenwartsbezogenen Realisten zu erleben. Nun beschreiben Sie die Umsetzungsmöglichkeiten in Stichpunkten oder fertigen dazu Skizzen an. Arbeiten Sie so jeden Vorschlag des Träumers aus oder setzen Sie sich ein Zeitlimit und bleiben Sie im Fluss.

3) Dann suchen Sie sich eine Stelle, von der aus Sie gut die beiden anderen Positionen sehen können und die in etwa gleich weit von diesen entfernt ist. Nun nehmen Sie eine überlegende Haltung ein, der Blick kann dabei auch nach unten gehen. Versetzen Sie sich in den wohlwollenden Kritiker, der von seinen Erfahrungen aus der Vergangenheit profitiert und ergänzende Fragen stellt wie: „Hast du daran gedacht, dass …? Wie wirst du mit X umgehen? Welche Vorteile hat X gegenüber Y?“

 
Die Umformulierung von Kritik in Fragen hilft dem Träumer und dem Realisten, bessere Lösungen zu entwickeln. Der Kritiker wird so zu einem wertvollen Teammitglied und unterbricht nicht den Kreativitätsprozess.

Die drei Positionen werden so lange abwechselnd eingenommen, bis keine neuen Ideen kommen. Eine gute Idee ist es, den Prozess in der Position des Träumers zu beenden.

 

Viel Erfolg!

 

Dies ist ein Auszug aus Gudrun Reinschmidts eBook Erfolgsfaktor NLP im Beruf. Weitere Informationen, Tipps und Übungen finden Sie hier.

 

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Christine Funk

Marketing & Social Media Manager

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