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Internationales Management: Wie Kultur sich auf Kommunikation auswirkt

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In Bezug auf zwischenmenschliche Interaktionen dreht sich alles um Kommunikation. Ohne Kommunikation sind auch internationale Geschäftstätigkeiten nicht möglich. Alle Menschen sprechen und handeln gemäß ihren kulturellen Hintergründen und gestalten so den dynamischen globalen Kontext mit. 

 
Im ersten Teil dieser Blog-Serie Grundlagen des Internationalen Managements wurde definiert, was man unter internationalem Management versteht. In diesem Teil geht es nun um Kultur und Kommunikation in Bezug auf internationale Geschäftstätigkeiten.

Kommunikation kann als dynamischer Prozess verstanden werden, in dem Bedeutung geschaffen wird: Person A und B erzeugen durch den Gebrauch von verbalen und nonverbalen Symbolen ein spezifisches Bedeutungsfeld. Demnach ist Kommunikation sehr viel mehr als ein bloßer Informationsaustausch: Sie beinhaltet die Aushandlung einer Beziehung zwischen zwei oder mehr Personen anhand von Symbolen. Jede Kommunikationseinheit ist einzigartig und jede zwischenmenschliche Beziehung wird individuell gestaltet.

 

Sprache spielt in der Kommunikation eine Schlüsselrolle

Einer der Grundbestandteile von Kommunikation ist Sprache. Viele denken dabei an die offizielle Amtssprache, die in einem bestimmten Land oder von einer ethnischen Gruppe gesprochen wird. Dieses Verständnis von Sprache erklärt jedoch kaum die kulturellen Besonderheiten, die einer Sprache zugrunde liegen.

Auf der Welt werden mehr als 6900 Sprachen gesprochen. Während viele davon Sprachfamilien zugeordnet werden können (z. B. indogermanische Sprachen: Englisch, Niederländisch und Deutsch), die ähnliche Wurzeln, eine ähnliche Geschichte oder Kultur aufweisen, hat jede Sprache ihre Eigenheiten aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds. Der Sprachgebrauch kann sich daher von einem Land zum anderen beträchtlich unterscheiden – selbst innerhalb derselben Ausgangssprache (z. B. Englisch in den USA vs. in Großbritannien oder Australien).

In dieser Hinsicht ist das Konzept der sprachlichen Relativität hilfreich: die Idee, dass Sprecher verschiedener Sprachen die Welt unterschiedlich sehen – jeweils beruhend auf der Sprache, die sie verwenden, um die Welt zu beschreiben. Das bedeutet, unsere Sprache formt unsere Realität – und diese spiegelt sich wiederum in unserer Sprache wider. Denken Sie nur an Redewendungen: Wenn Sie sagen „Das geht auf keine Kuhhaut!”, könnte das bei Nicht-Muttersprachlern für Verwirrung sorgen.

Redewendungen wie Metaphern oder Sprichwörter sind das Ergebnis des kulturellen Einflusses auf eine Sprache. Eine Redensart oder idiomatische Wendung ist eine feste Wortverbindung zu einer Einheit, deren Gesamtbedeutung sich nicht unmittelbar aus der Bedeutung der Einzelelemente erschließt. Außerhalb des kulturellen Kontexts ergibt sie womöglich keinen Sinn und auch eine wörtliche Übersetzung in eine andere Sprache funktioniert in diesem Fall nicht.

Eine ganzheitliche Betrachtung von Sprache berücksichtigt daher die kulturelle Bedeutung, die an Kommunikation geknüpft ist, anstatt Wortfolgen losgelöst von ihrer allgemeinen Nutzung zu sehen.

 

Kommunikation: Mehr als Worte

Als wäre interkulturelle Kommunikation im Hinblick auf sprachliche und kulturelle Unterschiede nicht schon knifflig genug, spielt ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle: nonverbale Kommunikation. Multinationale Geschäftsleute sollten besonders auf all jene Botschaften achten, die nicht durch Worte übermittelt werden.

Nonverbale Kommunikation macht mehr als 90 % der gesamten Kommunikation aus! Und auch nonverbale Signale sind kulturspezifisch. Was in einem Land als höflich und freundlich gilt, könnte anderswo als obszön und unangemessen empfunden werden.

Sogar innerhalb einer Sprachgemeinschaft kommt es zu Konflikten und Missverständnissen aufgrund von solch alltäglichen Ausdrucksformen wie Blicken, Gesten oder Tonfällen. Wie viel größer ist dann das Potenzial für Missverständnisse in multikulturellen Umgebungen?

Um Missverständnissen so wenig Raum wie nur möglich zu lassen, sollten international agierende Geschäftsleute die Besonderheiten der nonverbalen Kommunikation in anderen Ländern in Erfahrung bringen. Stellen Sie sich folgende Fragen: Welches Begrüßungsritual ist üblich (Verbeugung, Händeschütteln, Umarmung, Küsschen etc.)? Gibt es bestimmte Gesten, die im anderen Land etwas vollkommen anderes bedeuten? Wie viel Abstand oder Blickkontakt gilt als höflich, wie viele Berührungen?

Das sind nur ein paar der kulturspezifischen Aspekte von nonverbaler Kommunikation. All diese ungeschriebenen Regeln können sich auf den Erfolg Ihrer Geschäftsbeziehungen auswirken.

 

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Christine Funk

Marketing & Social Media Manager

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