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Konflikte am Arbeitsplatz mit Positiver Kommunikation Lösen

Angespannte Situationen mit Kollegen können durch die richtige Kommunikation erfolgreich aufgelöst werden. Angespannte Situationen mit Kollegen können durch die richtige Kommunikation erfolgreich aufgelöst werden.

Für die Beilegung von Konfliktsituationen mit Kollegen spielt die Art der Kommunikation eine wesentliche Rolle: Mit der richtigen Wortwahl und zielführenden Fragen können Sie dabei helfen, eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten zugutekommt. 
 

4 Tipps, angespannte Situationen aufzulösen:

1. Bewusster Einsatz verschiedener Frageformen

Verdeutlichen Sie sich, welche Fragen sich für welche Zwecke eignen – und auf welche Frageformen man in Konfliktsituationen lieber verzichten sollte:

  • Die Gegenseite verstehen lernen: Um die Sicht des Anderen nachvollziehen zu können – eine wichtige Voraussetzung für eine gemeinsame Lösung des Konfliktes – empfiehlt sich der Einsatz offener Fragen, auch als „W-Fragen“ bekannt (Wie …? / Warum …? / Welche …? etc.).
  • Ein gemeinsames Verständnis sicherstellen: Um sich gegenseitig zu versichern, dass man einander verstanden hat, können geschlossene Fragen eingesetzt werden. Diese kann man daran erkennen, dass die einzigen Antwortmöglichkeiten „Ja“ oder „Nein“ sind: „Habe ich es richtig verstanden, dass bei dem Projekt fünf Mitarbeiter beteiligt waren?“ „Ja.“
  • Die Gegenseite indirekt beeinflussen: Dies ist das Ziel von Suggestivfragen („Sie sind auch dafür, richtig?“). Sie sollten bei Konfliktgesprächen vermieden werden, weil sie dem Ziel widersprechen, einen für beide Seiten fairen Kompromiss zu finden.
  • Die Möglichkeiten einschränken: Eine weitere Frageform, auf die Sie verzichten sollten, ist die Alternativfrage. Sie gibt in der Frage bereits zwei Antwortmöglichkeiten vor, von denen eine ausgewählt werden soll – eine Einschränkung des Gesprächspartners, die der gemeinsamen Lösungsfindung nicht förderlich ist. (Beispiel: „Möchten Sie auf Budget verzichten oder auf einen Mitarbeiter?“)

 

2. Vermeidung negativer Kommunikationsmittel

Versuchen Sie, bewusst darauf zu achten, keine negativen Signale an Ihr Gegenüber zu senden. Oft geschieht das nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Unachtsamkeit. Dies sind häufige Stolperfallen:

  • Ironische Bemerkungen: „Na, das haben Sie ja ganz toll hinbekommen.“
  • Unterbrechungen: „Moment, das sehe ich anders.“
  • Anklagen: „Das liegt daran, dass Sie schlampig gearbeitet haben.“
  • Verallgemeinerungen: „Nie denken Sie daran, …“
  • Verharmlosungen: „Ich glaube nicht, dass das so dramatisch war.“
  • Scheinargumente: „So sind wir in solchen Fällen schon immer vorgegangen.“
  • Brüskierungen: „Wollen Sie also denselben Fehler wiederholen?“

Gerade in emotional aufgeladenen Situationen fallen solche oder ähnliche Bemerkungen schnell. Vermeiden Sie diese unbedingt – auch, wenn Sie selbst von Ihrem Gegenüber damit konfrontiert werden. Bleiben Sie selbst stets zielorientiert und leiten Sie in Ihrer Antwort wieder zum Thema und dessen Lösung über.
 

3. Verzicht auf Problembegriffe

Einige Wörter haben für viele Menschen eine negative Signalwirkung – egal, in welchem Zusammenhang sie gebraucht werden. Versuchen Sie, diese Begriffe möglichst nicht zu verwenden, wenn Sie Meinungsverschiedenheiten schlichten möchten:

  • Problem: „Sie haben damit ein Problem geschaffen, das …“
  • Aber: „Dieses Mal hat es vielleicht funktioniert, aber …“
  • Schuld: „Sie wollen uns jetzt die Schuld in die Schuhe schieben.“
  • Dürfen: „Sie dürfen das überhaupt nicht entscheiden.“
  • Müssen: „Wir müssen gar nichts, Sie dagegen müssen …“

Oft werden diese Begriffe im Zusammenhang mit den oben erwähnten negativen Kommunikationsmitteln gebraucht – sie können Ihnen daher als Warnzeichen dafür dienen, dass Sie vielleicht versehentlich von Ihrer positiven Kommunikation abgewichen sind.
 

4. Berücksichtigung der Körpersprache

Signalisieren Sie auch mit Ihrer Mimik und Gestik, dass Sie offen und positiv in das Gespräch gehen: Wenden Sie sich Ihrem Gegenüber zu, setzen Sie sich aufrecht hin, sehen Sie Ihrem Gesprächspartner in die Augen und versuchen Sie, freundlich zu schauen. Ein Lächeln wirkt manchmal Wunder – während eine abwehrende Körperhaltung einen Konflikt indirekt verschärfen kann. Versuchen Sie daher, auch mit Ihrem Körper positive Signale zu senden.
 
Mit diesen vier Kommunikationsmethoden wird es Ihnen besser gelingen, positiv auf eine gemeinsame Lösung des Konfliktes hinzuwirken. Haben Sie vielleicht aus eigener Erfahrung weitere Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation in Konfliktsituationen? Dann freuen wir uns über Ihre Ergänzungen unter diesem Artikel!

Alles rund um das Thema Konfliktmanagement finden Sie im gleichnamigen eBook von Ute Leitmeier Konfliktmanagement.
 

Lesestoff:

Konflikte am Arbeitsplatz: Wie geht man am besten damit um?
 


 

Christine Funk

Marketing & Social Media Manager

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