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Rhetorik: Tipps zum Thema Argumentieren und Schlagfertigkeit

Wie Sie in Argumentationen punkten und inwiefern Ihnen Schlagfertigkeit dabei helfen kann, erfahren Sie hier! Wie Sie in Argumentationen punkten und inwiefern Ihnen Schlagfertigkeit dabei helfen kann, erfahren Sie hier!

Das Argumentieren wird von vielen als zentrales Thema der Rhetorik angesehen – jedoch zählen in einer Argumentation keinesfalls nur die Argumente. Sonst wäre es ein Leichtes, mit einer aussagekräftigen und schlüssigen Argumentation jede beliebige Person zu überzeugen und für sich zu gewinnen.

Doch das gelingt nicht so einfach und liegt daran, dass oft schon feste Meinungen zu einem Thema vorhanden sind und Argumente allein nicht ausreichen, um diese zu ändern. Emotionen und individuell verschiedene Urteilsweisen haben einen großen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg eines Arguments. 

 

Worauf kommt es beim Argumentieren an?

Vor allem, wenn noch keine gefestigte Meinung vorhanden ist, können gute Argumente Früchte tragen. Dabei müssen zwei Faktoren erfüllt werden:

  1. Die Argumentation muss für die Zuhörer stimmig sein
  2. Die argumentierende Person muss glaubwürdig und kompetent wirken

Eine erfolgreiche Argumentation hat also mehr mit der Persönlichkeit des Vortragenden zu tun als mit einer bestimmten Argumentationstechnik.

Dennoch hilft es, in passenden Situationen Argumentationstechniken einzusetzen. Wenn Sie beispielsweise einem Kunden von Ihrer neuen Technologie erzählen, kennt er sich damit ja noch nicht aus und ist also offen.

 

Eine hilfreiche Technik ist die 5-Satz-Argumentation

Hier ein Beispiel, wie das aussehen könnte:

Pro und Contra

  1. Einleitung: Thema (Es geht ja um …)
  2. Hauptteil a): Pro (Dafür spricht, dass …)
  3. Hauptteil b): Contra (Andererseits ist es so, dass …)
  4. Hauptteil c): Bewertung (Für mich wiegt viel schwerer, dass …)
  5. Schluss: Statement (Deshalb bin ich dafür, dass wir …)

Je nach Thema, können pro Schritt ein oder mehrere Sätze zielführend sein. Da diese Technik recht komplex ist, empfiehlt es sich, vor dem Vortragen zu üben.
 

Dieser Artikel basiert auf dem folgenden eBook:

Rhetorik: Die Kunst der Wirkung

Wie Sie Menschen erreichen und sich überzeugend darstellen

Michael Moesslang zeigt wie Sie wirkungsvoll sprechen um Menschen zu erreichen, beeindrucken und überzeugen.


 

Schlagfertigkeit und ihre Tücken

Wünschen Sie sich auch des Öfteren, Sie wären schlagfertiger? Die Kunst der Schlagfertigkeit beinhaltet, dass einem sofort eine passende Entgegnung einfällt, um jemanden in seine Schranken zu weisen oder auch eine humorvolle Reaktion zu erhalten. Jedoch fällt einem die perfekte Antwort häufig erst viel später ein. Die gute Nachricht: Schlagfertigkeit kann man trainieren.

Allerdings sollten Sie sich fragen, ob Schlagfertigkeit tatsächlich so hilfreich ist. Denn schlagfertig zu sein bedeutet, dass Sie zurückschlagen. Damit bringen Sie den „Angreifer“ dazu, sich entweder eine Retourkutsche einfallen zu lassen, oder bringen womöglich andere gegen Sie auf, die sich mit ihm solidarisieren.

Mit folgenden Grundregeln bleiben Sie auf der sicheren Seite und begeben sich nicht auf die Ebene Ihres Angreifers:

  1. Bleiben Sie stets wertschätzend, auch bei einem Angriff unter der Gürtellinie.
  2. Wenn Sie es nicht ignorieren können, führen Sie den Angreifer mit einer Gegenfrage zurück auf die Sachebene.
  3. Weisen Sie darauf hin, dass der Angriff unsachlich ist und bitten Sie darum, dass solche Bemerkungen künftig unterlassen werden.

Kommt zum Beispiel dieser Kommentar: „Ach, Sie erzählen doch nur Schrott von vorgestern!“, so antworten Sie in einem sachlichen Ton und mit einem sympathischen Lächeln: „Was genau ist denn Ihrer Meinung nach veraltet?“ Jetzt hat ihr Gegenüber zwei Möglichkeiten. Entweder er zieht seinen Angriff zurück, oder er ist nun gezwungen, sachlich zu werden, um nicht selbst andere gegen sich aufzubringen.

 
Weitere Beispiele finden Sie in diesem eBook: Rhetorik – Die Kunst der Wirkung.

Wie gehen Sie mit verbalen Angriffen um? Teilen Sie Ihre Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren!

 

Lesestoff:

 


 

Christine Funk

Marketing & Social Media Manager

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